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Angesichts der hohen Investitionskosten, die für die erstmalige Herstellung noch anstehender Abwasserentsorgungsanlagen bzw. die für den Erneuerungs- und Verbesserungsbedarf der vorhandenen Anlagen erforderlich sind, werden seit geraumer Zeit Alternativen zur Bewältigung der Kostenabdeckung gesucht. Das Druckentwässerungssystem wird hier als Kostensenkungsalternative für die derzeitigen und künftigen Abwasserentsorgungsinvestitionen eingesetzt. Als Beweis für den Erfolg dieses Konzeptes, insbesondere für den Nachweis eines wirtschaftlichen und betriebssicheren Entwässerungsverfahrens ist bereits in der ersten Planungsphase die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung der zu erwartenden Investitions- und Jahreskosten unter Zugrundelegung der "LAWA"-Leitlinien vorzunehmen. Aufgrund der in vielen Fällen anstehenden schwierigen Boden- und Grundwasserbedingungen sind zur Verdeutlichung der angesprochenen Problemfelder die einzelnen Entwässerungsverfahren detailliert zu betrachten, um somit die Wirtschaftlichkeit auf einer einheitlichen Berechnungsbasis klar heraus zu arbeiten. Die Erarbeitung von Varianten und Alternativen muss mit gleicher Planungstiefe erfolgen. Gerne erstellen wir Ihnen einen direkten Wirtschaftlichkeitsvergleich von Systemen zur Druckentwässerung und dezentralen Abwasserreinigung. Selbstverständlich führen wir für beide Varianten die entsprechenden Produkte führender deutscher Hersteller. Nicht berücksichtigt wurde in den bisherigen Kostenvergleichen die auf die Kläranlage zugeführte Abwassermenge. Der in vielen Fällen nicht unbeträchtliche Fremdwasseranteil ist vorrangig auszuschließen. Das geschlossene Leitungssystem der Druckentwässerung zeigt die hierfür erforderlichen Vorteile. Die Vor- und Nachteile transparent zu machen und in die Wirtschaftlichkeitsberechnung einfließen zu lassen, ist oberstes Gebot unserer Planer. Lösungen die lediglich die Kosten von öffentlichen Entwässerungsanlagen auf private Entwässerungseinrichtungen verschieben, entsprechen nicht dem Grundsatz der Kostenminimierung.
Jetzt können Sie mitreden: oder Anschlusskanäle sind die Verbindungsleitungen vom öffentlichen Kanal bis zum Kontrollschacht auf dem Grundstück. Bei Druckentwässerungssystemen ist das die Hausanschlussdruckleitung einschließlich Druckentwässerungsstation. Grundstücksentwässerungsanlagen sind die Einrichtungen eines Grundstücks, die dem Ableiten des Schmutzwassers dienen. Beim Druckentwässerungssystem ist das nur die Grundleitung bis zum Druckentwässerungsschacht. sind im Erdreich oder im Baukörper verlegte Leitungen, die das Abwasser über den Kontroll- oder Druckentwässerungsschacht zum Grundstücksanschluss führen. ist die öffentliche Verbindung von 2 Grundstücksanschlüssen an Anfangspunkten von DES. (öffentlich) ist die Zusammenführung ≥ 2 Hausanschluss- oder Zuführungsdruckleitungen. Bei Zusammenschluss ≥ 2 Sammeldruckleitungen wird zwischen Haupt- und Nebenentsorgungsleitungen unterschieden. enden ohne Unterbrechung auf der Kläranlage oder im nächsten Kanal bzw. Zwischenpumpwerk. Im Regelfall werden Hauptentsorgungsleitungen zur Unterstützung der Fließvorgänge mit Druckluft gespült, so dass an den Anfangspunkten stationäre Druckrohrspülstationen (DRS) vorgesehen werden. speisen in eine druckluftgespülte Hauptentsorgungsleitung ein. Transportleitungen (Einzeltransportleitungen) sind Druckleitungen von Zwischen- oder Hauptpumpwerken, an die im Regelfall keine weiteren Druckleitungsanschlüsse (privat oder öffentlich) erfolgen. bestehen aus dem Druckentwässerungsschacht mit Pumpe und der Schaltanlage (Steuer- und Überwachungsanlage) sowie ggf. erforderlicher Zusatzeinrichtungen. sind Abwassersammelschächte mit entsprechenden Einbauteilen und der erforderlichen Kupplungseinrichtung für die Pumpe(n) Länder Arbeitsgemeinschaft Wasser, d.h. Leitlinien zur Durchführung von Kostenvergleichsrechnungen" zur Projektierung in der Wasserwirtschaft (Stand 1998). Einwohner-Wert zur Ermittlung der erforderlichen Notstauvolumen in den Druckentwässerungsschächten (EW = E + EWG).
Der Übergang von der Hausinstallation auf das Druckentwässerungs-System erfolgt in einem Druckentwässerungsschacht außerhalb des Hauses. Die Rückstauebene (= OK Schachtabdeckung) bzw. die Rückstausicherung des Hausanschlusses nach DIN 1986 ist zu beachten. Die Schächte müssen Wasserdicht und auftriebssicher sein. Sowohl der Druckentwässerungsschacht als auch die Schaltanlage müssen im Notfall für das Wartungspersonal des Betreibers zugänglich sein. Wenn die örtlichen Gegebenheiten (Standort der alten Sammelgruben) ein Zusammenfassen von 2 oder mehreren Grundstücken an einen Schacht zulassen oder aber aus Gründen der Stromversorgung ein Gemeinschaftsanschluss erforderlich ist, so sind hier mit den betroffenen Anliegern entsprechende Sondervereinbarungen vorzunehmen. |
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