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Was ist das Besondere bei der Anschaffung einer Regenwasser-Anlage? Die Entscheidung eine Regenwasser-Anlage bei sich einzubauen, wird wohl nur einmal im Leben gefällt. Es handelt sich um ein Investitionsgut, was sich im Laufe der Jahre amortisiert und den Wert des Gebäudes (Grundstücks) erhöht. Der Erdtank ist ein Tiefbauprodukt und für eine jahrzehntelange Nutzung bestimmt. Ist ein Erdtank schadhaft, so kann er eben nicht einfach ausgetauscht werden. In einem solchem Fall sind äußerst aufwändige und kostspielige Aus- und Einbauarbeiten die Folge. Aus diesen Gründen (Einmalentscheidung und Tiefbauprodukt) spielt die Qualität bei der Auswahl der Tankanlage eine ganz besondere Rolle.
Wie viel Trinkwasser kann ich einsparen? Bei Anlagen für die Haustechnik (Versorgung WC, Waschmaschine und Garten) können ca. 50 Prozent Trinkwasser eingespart werden. Pro Person und Jahr sind das ca. 20.000 Liter Ersparnis an Trinkwasser.
Aus welchen Grundkomponenten besteht eine Regenwasser-Anlage? Eine Regenwasser-Anlage besteht immer aus den Grundbausteinen Filter, Tank, Pumpe und Trinkwassernachspeisung (nur bei Haustechnik-Anlagen). Heutiger Stand der Technik ist, dass die Bausteine Filter und Tank sowie Pumpe und Trinkwassernachspeisung jeweils eine Einheit bilden: Filtertank und Regenwasserzentrale.
Bei Anlagen für die Haustechnik (Versorgung WC, Waschmaschine und Garten) kann man sich an den folgenden Leitformeln orientieren: Anzahl der Einwohner x 1.000 = Tankvolumen in Litern und Quadratmeter Dachgrundfläche x 35 = Tankvolumen in Litern. Beide Berechnungsergebnisse sollten in etwa gleich sein und das höhere Ergebnis das tatsächliche Tankvolumen bestimmen. Da die unterste Zone im Speicher nicht als Nutzvolumen zur Verfügung steht, sollte der nächstgrößere Speicher ausgewählt werden. Errechnet man z.B. ein optimales Tankvolumen von 5.600 Litern, so sollte der Erdtank 6.000 Liter eingesetzt werden. Eine grobe Übersicht zur Auswahl der richtigen Tankgröße (auch für reine Gartenanlagen) finden Sie im Katalog auf Seite 7.
Was eignet sich als Regenauffangfläche? Bei Haustechnik-Anlagen sollten nur Dachflächen und keine versiegelten Hof- oder Parkflächen angeschlossen werden, da hier der Verschmutzungsgrad zu hoch ist. Bei reinen Anlagen zur Gartenbewässerung können auch Hof- oder Parkflächen genutzt werden. Natürlich muss das Wasser gut gefiltert werden (z. B. Filterkorb im Tank), damit die Pumpe nicht durch größere Fremdkörper kaputt geht.
Was für Anforderungen werden an die Wasserqualität gestellt? Als Richtlinie für die Wasserqualität bei Regenwasser-Anlagen dient die EU-Norm für Badegewässer, bei der auch das Verschlucken von geringen Wassermengen berücksichtigt wird. Vielfältige Untersuchungen haben ergeben, dass nahezu alle Anlagen, bei denen der Stand der Technik eingehalten wird, diese Norm erfüllen.
Wie wird das Regenwasser gereinigt? Bei
JUNCUS-Anlagen für die Haustechnik durchläuft das Regenwasser mehrere
Reinigungsstufen. Zunächst läuft das Wasser durch den Filter vor oder in dem
Tank, dann wird es strömungsberuhigt in den Speichers geleitet, damit keine
Bodensedimente verwirbeln und das Wasser eintrüben. Dabei gelangt zusätzlich
Sauerstoff nach unten und noch vorhandene organische Stoffe mineralisieren. Das
Wasser reinigt sich also zusätzlich biologisch, was häufig dazu führt, dass
sogar die Grenzwerte für Trinkwasser unterschritten werden. Der Überlaufsiphon
schützt vor Kanalgasen und Nagetieren und schwemmt die Schwimmpartikel
(Blütenstaub) beim Überlaufen aus dem Tank. Schließlich findet die
Wasserentnahme über eine schwimmende Ansaugleitung statt und der Ansaugpunkt
befindet sich kurz unter der Wasseroberfläche, wo das Wasser am saubersten und
klarsten ist. |
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